Überlandberechtigung

... mit dieser Berechtigung kannst Du nun auch Streckenflüge durchführen!
Sie ist auch eine Anforderung für den Fluglehrer.

Voraussetzungen:
  • gültiger Hänge- bzw. Paragleiterschein (SOPI)
  • mindestens 20 Höhenflüge in den Alpen,
    • davon 10 Flüge in den Alpen mit über 500 Meter Höhenunterschied
    • und 10 Flüge mit über 1/2 Stunde Flugdauer
  • 1 Streckenflug im Übungsbereich unserer Schule von 10 km für Paragleiter und 20 km für Drachenflieger.
  • im Theorieunterrichtet werden die Fächer:
    • Navigation
    • Streckenfluglehre
    • Luftrecht
    • Wetterkunde
    • und Flugmedizin behandelt


Die Überlandberechtigung wird vom ÖAeC→ auf Antrag im HG - PG Schein (SOPI) eingetragen.

  • nicht vergessen, GPS oder Data-Back-Camera mit Film/GoPro® mitnehmen
  • eventuell Vario mit Barograph (FAI Genehmigung nicht erforderlich)

Überlandberechtigung bestellen
Paragleiterfiegen in Marokko

Überlandstrecken werden über das ganze Jahr geflogen. Die weiteren Strecken sind meist ab Mitte April bis Mitte September möglich. Eine Genussgelegenheit abseits der überlaufenen Startplätze.

Thermikanschluss / Streckenmöglichkeiten

  1. von Lienz über Matrei Richtung Felbertauern - Richtung Nordwest
  2. von Lienz über das Anna Schutzhaus nach Greifenburg - Richtung Osten
  3. von Lienz über den Iselsberg ins obere bzw. untere Mölltal - Richtung Nordost
  4. von Lienz über Sillian nach Bruneck - Richtung Südwest

1. von Lienz über Matrei Richtung Felbertauern - Richtung Nord-Westen

Ist man etwas später dran und kommt erst am Nachmittag zum Starten, bietet sich ein Flug Richtung Alpenhauptkamm→ an. Die Sonne ist dann schon im Südwesten. So sind die Bergflanken auch direkt von der Sonne angestrahlt. Man fliegt 14 km bis zum ersten Talsprung, der nach Matrei führt.

Falls man tief ankommen sollte (eher kommt man bei der Thermik hoch an), kann man im Talwind am Kegelstein, 6 km vor Matrei, aufsoaren→ und auf den westlichen Hängen mit sicherem Thermikanschluss rechnen. Den Weiterflug zum Alpenhauptkamm sollte man nur unternehmen, wenn man sicher ist nicht abzusaufen. Hier werden die Landeplätze selten, das Tal sehr eng und ist noch mit Hochspannungsleitungen verseucht.

Beim Rückflug sollte man immer maximale Höhe machen da man wenn man ungeplanter Weise tief kommt, in den Talwind sinkt, der jetzt gegen die Flugrichtung steht. Allerdings sollte man auch bedenken, dass die Flugbasis Richtung Hauptkamm rasant zunimmt und einem so dass Zurückkommen auch erleichtert wird. Die Basis in Matrei kann leicht schon 500m höher liegen als in Lienz. Und in Lienz kann sie leicht noch mal 500m höher liegen als in Greifenburg!


2. von Lienz über Anna Schutzhaus nach Greifenburg - Richtung Osten

Beim Flug Richtung Greifenburg kommt man in das berühmt-berüchtigte Gebiet des Anna Schutzhaus → (1992m). Aus Erfahrung weiß man; und es hat sich herumgesprochen, dass es dort sehr turbulent sein kann. Der Ausläufer des Berges Nikolsdorf (Segelflugplatz) verengt das Tal und so streicht der Talwind hier sehr weit hinauf und verursacht dadurch die manchmal starken Turbulenzen. Als ich beim ersten Mal diese Richtung wählte, war ich in Lienz auf 3800m und am Anna-Schutzhaus habe ich von sofort von 2700m wieder auf über 3500m aufgedreht. Wenn man nicht tief kommt hat es auch keine Turbulenzen.

Damit möchte ich verständlich machen, dass es in der Fliegerei nicht immer nach dem gleichen Schemata geht. Jeder Flug ist anders und man muss flexibel sein. Der Flug bei der Osttirol-Open führte uns ebenfalls Richtung Greifenburg und zurück. Die meisten flogen die 44km Aufgabe und selten waren wir bei dem Flug überhaupt einmal bis auf der Höhe des Anna-Schutz Hauses gekommen.

Auch das funktioniert; ist natürlich nicht so schön als wenn man hoch aufdreht. Je höher man ist auf dem Flug Richtung Osten umso einfacher hat man es. Wenn man am Zettersfeld nicht so hoch aufdrehen kann, dass es reicht, um vor die Südwestflanke der Kreuzeckgruppe zu kommen, kann man am Iselsberg (genauer am Stronach Kogel) noch einmal aufdrehen. Hier sollte man nun unbedingt maximale Höhe erkurbeln bevor man weiter Richtung Osten fliegt. Ist man an dem großen Gebirgszug der Kreuzeckgruppe, sollte man die ganzen kleinen Taleinschnitte nicht unterschätzen und einfach tief weiter fliegen; auch hier ist es ratsam und meistens schneller wenn man maximale Höhe erreicht, bevor man zur nächsten Bergspitze weiterfliegt. Auf diese Weise kann man nun einfach bis zur bekannten Radlberger Alm fliegen und mit dem Talwind auch wieder zurück nach Lienz.

Wer größere Ambitionen hat, kann auch die große Querung des Drautals zum Goldeck noch angehen. Hier hat sich die Querung direkt von der Radlberger Alm auf die westlich bis nordwestlich ausgerichteten Waldschneisen bewährt. Vor dem Rückflug maximale Höhe machen und wieder zurück über das Drautal zur Kreuzeckgruppe queren!


3. von Lienz über den Iselsberg ins obere bzw. untere Mölltal - Richtung Nordost

Ist der Talwind zu stark oder die Basis zu tief oder weil man einfach möchte, kann man auch ins Mölltal fliegen. Am Iselsberg noch mal aufdrehen oder direkt vom Zettersfeld den Leitenkopf anfliegen. Diese 12 km lange südöstliche Bergflanke ist thermisch sehr ergiebig. Man kann nun weiter über das Böseck bei Mallnitz an die Reißeckgruppe fliegen und hat freie Sicht auf den Millstätter See.

Am Ende der Reißeckgruppe sollte man aber umdrehen oder man geht die große Querung zum Tschiernock an und versucht auf dieser Route bis zum Ossiacher See zu kommen. Wenn man umdreht und zurück fliegen möchte, sollte man die gleiche Route wie auf dem Hinflug wählen.

Die am Start angeflogene Südostseite liegt nun zwar nicht mehr gut angestrahlt, aber der Talwind steht immer noch drauf und aus den Süd und Südwestecken geht immer noch die Thermik ab. Vor dem Endanflug nach Lienz macht man natürlich wieder Basis. Hat man zuerst auch verstärktes Sinken kommt man beim Weiterflug aber in den Drautal-Talwind und es schiebt einen wieder ans Zettersfeld.


4. von Lienz über Sillian nach Bruneck - Richtung Südwest

Wählt man seine Strecke Richtung Südwesten, so sollte man einen kleinen Umweg über die „Schleinitz” mit der Talquerung zum „Bösen Weibele” wählen, um nicht vorzeitig am Boden zu stehen. Der „Hochstein” - westlich von Lienz steht zwar augenscheinlich schön im Talwind, doch kann man dort nur in den seltensten Fällen wieder aufsoaren→. Der Hochstein bleibt als „letzte Rettung”, dennoch eine Möglichkeit wieder Höhe zu tanken, wenn man auf der Nordseite vom „Bösen Weibele” ankommt.

Hat man diese Schlüsselstellen gemeistert, so steht einem die schon fast 1000-fach geflogene Strecke nach Sillian offen. Teilweise sind hier die Landemöglichkeiten im Talboden etwas eingeschränkt. Es stehen einem etwas oberhalb von Sillian→, neben der Pustertaler Höhenstraße problemlose Landemöglichkeiten zur Verfügung. Man kann nun weiter nach Südtirol→ über Bruneck bis Brixen oder Sterzing fliegen (ca. 100km) oder für die noch höher ambitionierten Piloten, auch noch den Rückflug versuchen. Bis jetzt liegen 197km in diesem Gebiet als Rekord vor.

Überlandstrecken nach Oberitalien
Über die Stadt
Blick ins Iseltal

Für technisches Service am Fluggerät verfügen wir über eine Werkstatt mit Ersatzteilen für Reparaturen und Wartung:

  • Steuerbuegel - Aerosafe - Aerofoil - Rundrohre 25 und 28 mm
  • diverse Flügel-Rohre von 25 bis 65 mm Durchmesser
  • Anschlußstücke, Endkappen, Aufhängungen, Muffen
  • V4A Bolzen & Stop-Muttern, Quick Pin’s Sicherungen, etc.
  • Wir pressen auch Seile auf ihr gewünschtes Maß an und erneuern diese
  • Reparatur von Segel, Rohren, Seilen, Gurtzeugen etc.
  • Swivels, Endstücke, Flaschenzüge, VG, Turmaufhängungen
  • Alu-Säge, Bohr- und Nähmaschine, Press-Werkzeug
Bruchlandungen und Werkstatt
Delta & Para Windenschlepp - Auto oder Boot

Windenschlepp-Paragleiten ist eine spezielle Form des Flugstarts, bei der eine Winde als Schleppfahrzeug dient. Die Winde zieht das Fluggerät mit Piloten an sich heran, der dabei gleichzeitig aufsteigen kann, bis eine ausreichende Höhe erreicht ist, bei der der Pilot dann abgekoppelt wird und den Rest des Fluges selbst steuert.

  • wir bieten Ihnen die Möglichkeit auch einer Schlepp-Ausbildung
  • interessierte Piloten sind jederzeit willkommen an einer unverbindlichen Vorführung teil zu nehmen
  • ein unbedingtes „Muss” für jedes Schlepp-Unternehmen
    Flugvereine, Flugschulen etc.
Was ist dafür erforderlich?
  • eigener Paragleiter / eigener Drachen (Hängegleiter)
  • eigenes Gurtzeug / eigenes klinkentaugliches Gurtzeug
  • Klinke (einfach) / Klinke (zweifach)
  • gültiger PG / HG - Schein mit ÜL (B-Schein)
  • passende Haftpflichtversicherung
Die Vorteile liegen auf der Hand:
  • klein und transportabel (50 x 40 cm)
  • Gewicht nur 35 kg

  • passend auf jede PKW Anhänge Kupplung
  • lastunabhängiges hoch fahren

  • Solo und Tandemschlepp möglich

  • Schlepphöhe je nach Seillänge 200 Meter bzw. 500 Meter über Grund inkludiert Einschulung
  • Auto mit Heckklappe notwendig

  • einfachste Handhabung maximale Sicherheit
  • ebenso Boot Schlepp möglich
Technische Daten (Eigenentwicklung):
  • automatische Cut Vorrichtung
  • 12 Volt Batterie
  • Gewicht gesteuertes Bremssystem
  • automatische Seilrückholung mit integrierter Aufspulvorrichtung (Bremsfallschirm)
  • Stahlseil 600 Meter lang, bzw. erweiterbar auf 1500 Meter

Anfragen und Probefliegen bei der Flugschule-Lienz

Kosten einer Abholwinde:

Beinhaltet komplettes Gerät inklusive automatischer Seil Rückholung

Kosten der Abholwinde: € 7.267

Penker Peter (Konstrukteur)
Baldersdorf 36
A - 9800 Spittal
Tel. + Fax: ++ 43 - 0 4762 - 366 19
Mobil: ++ 43 - (0) 664 - 44 25 443

Paragleiter-Schirm zusammenlegen

 

5-Täler/Talrichtungen stehen für den 10-km Streckenflug zur Verfügung:
  1. Drautal→, Richtung Emberger Alm (Greifenburg)
  2. Iseltal→, Richtung Matrei (Felbertauern)
  3. Pustertal→, Richtung Sillian (Bruneck)
  4. Mölltal→, Richtung Heiligenblut (Großglockner)
  5. Mölltal→, Richtung Obervellach (Sachsenburg)

Startplätze sind Zettersfeld/Steiner Mandl, Hochstein oder Kollnig/Ebnerfeld

Punktlandung im Landekreis